Anmerkung zu den Texten:

Alle Texte sind von Peter Löser verfasst und sein Eigentum. Jegliche Veröffentlichung, Weitergabe oder Vervielfältigung (auch in Auszügen) durch Dritte sehen wir als Diebstahl und behandeln das auch genau so.

Sollten Sie Interesse an einem Text haben wenden sie sich an uns.

Naturheilkundliche Behandlungen ersetzen nicht den Gang zum Tierarzt.

Montag, 15. Februar 2010

Parasitenbehandlung beim Hund

Parasitenbehandlung

Ein gesunder Organismus ist die beste Parasitenvorsorge. Parasiten finden dort einen Nährboden,, wo der Organismus geschwächt ist. Konstitutionell geschwächte und kranke Hunde sind somit für Parasiten ein „gefundenes Fressen“. Ein vor Gesundheit strotzender Hund wird kaum von Schädlingen befallen und wenn, dann ohne nennenswerte Beunruhigung des Wirtes.
So sollte eine Parasitenbehandlung immer auf ganzheitlicher Ebene stattfinden. Wenn Sie bemerken, dass gerade Ihr Hund explizit und vermehrt zu Parasitenbefall neigt, überprüfen Sie seine Ernährung, den seelischen Zustand und die Haltungsbedingungen. Nicht außer acht zu lassen sind natürlich die hygienischen Bedingungen.
Mit Zecken- und Flohhalsbänder sowie Spot-on Präparaten wird seitens der Chemie ein Vorstoß gegen Schädlinge wie Zecken, Flöhe, Läuse, Haarlinge, Raub- und Räudemilben etc. unternommen. Also die sog. Ektoparasiten. Diese Maßnahmen sind sehr wirkungsvoll, zeigen teilweise aber auch unangenehme Nebenwirkungen. Es können reichlich Giftstoffe in die Blutbahn und Organe gelangen. Insbesondere Nieren, Leber und das zentrales Nervensystem sind zumeist betroffen. Sehr empfindliche, allergieempfindliche oder geschwächte Tiere können auf diese Chemiekeulen stark reagieren.

Ich rate davon ab, einen Hund mit ätherischen Ölen einzureiben, ich stelle mir das für einen Hund nicht angenehm vor.
Einige Hundebesitzer waren sehr begeistert von der Wirkung eines umgelegten Bernsteinhalsbandes und berichteten von völligem fernbleiben jeglicher Zecken und Flöhe - selbst in „starken Jahren“. Selbst überprüft habe ich das nicht, aber es wirkte sehr glaubhaft. Wenn Sie daran Interesse haben, achten Sie darauf, dass Sie auch wirklich naturbelassene Bernsteine erwerben. (Oft werden Kunstharze oder zermahlene und wieder gepresste „Bernsteine“ angeboten, deren Wirkung gleich Null ist.)

Zecken können bakterielle Erkrankungen übertragen. Bei der Möglichkeit eines Zeckenbefalls sollte man sein Haustier zur Vorbeugung gegen Borreliose täglich auf Zecken untersuchen. Durch rechtzeitiges Zeckenentfernen (innerhalb 24 Stunden) wird weitgehend eine Borellien-Übertragung vermieden. Gegen Borreliose sollte nicht routinemäßig geimpft werden (s. auch „Impfen mit Verstand“).
Kontrollieren Sie Ihren Hund, insbesondere in den warmen Monaten, regelmäßig auf Zeckenbefall. Bei kurzhaarigen Hunden kein Problem, bei etwas längerem Haar schon schwieriger. Wichtig ist, dass Sie Ihren Welpen schon daran gewöhnen und ihn während und nach erfolgter „Inspektion“ belohnen und loben. Dabei hat es sich bewährt mit den Fingerspitzen den ganzen Hund durchzutasten. Insbesondere Achselhöhlen nicht vergessen. Die Zecke nicht quetschen oder mit Ölen etc. bestreichen um sie zu ersticken. Eine gequetschte oder anders „misshandelte“ Zecke, gibt die ihn ihr schlummernden Borellien sofort an Ihren Wirt in Todesangst ab. Mit einer Zeckenzange die Zecke, so tief wie möglich, nahe der Haut, vorsichtig anpacken und unter sanftem Zug einfach herausziehen. Sie brauchen die Zecke nicht herausdrehen etc. Anschließend die Bissstelle beobachten. Wird sie stark entzündlich, geschwollen und rot, den Tierarzt oder Tierheilpraktiker informieren. Stellen Sie mit geeigneten Mitteln sicher, dass die Zecke tot ist (verbrennen,...).

Entwurmen
Entwurmungen sollten beim erwachsenen Hund dann stattfinden, wenn Ihr Hund auch Würmer hat. Über eine Kotprobe lässt sich vom Tierarzt leicht feststellen, ob und welche Darmparasiten Ihren Hund plagen. Den Versuch Würmer prophylaktisch abzutöten halte ich für Blödsinn. Wurmmittel verändern selbstverständlich das bakterielle Milieu im Darm. Denn was einen Wurm tötet, lässt auch sonst nicht viel am Leben. Die immer wieder herangezogene Aussage, dass die Larven ja nicht erkannt und rechtzeitig abgetötet werden können, ordne ich ins Reich der Märchen ein.
Also, entwurmen ist sicherlich richtig aber in vernünftigem Maße und dann, wenn der Hund wirklich Würmer hat. Im Übrigen können Sie Ihren Hund auch homöopathisch wirkungsvoll entwurmen und gegen Parasiten behandeln. Ein erfahrener Tierheilpraktiker oder klassischer Tierhomöopath wird Sie sicherlich gerne beraten.

Peter Löser

Keine Kommentare: